Ohne Titel, Köln 1992
Die Komposition entzieht sich einer eindeutigen gegenständlichen Lesart und weckt dennoch Assoziationen an Natur. Linien erinnern an Äste, Stämme oder Gestrüpp; transparente Farbräume lassen Himmel, Wasser oder eine lichtdurchflutete Vegetation erahnen. Doch kaum scheint sich eine Landschaft zu formen, löst sie sich wieder in malerische Bewegung auf. Das Gesehene bleibt im Übergang zwischen Erscheinung und Abstraktion. Gerade in dieser Schwebe entfaltet das Bild seine poetische Kraft.
Schöner hätte ich es auch nicht ausdrücken können … Der Text ist natürlich KI generiert.
Ich erinnere mich gut, dass ich in den 90ern viel über Wahrnehmungsprozesse nachgedacht habe und was „Kunst“ ist ?!? Malerei, egal ob abstrakt oder gegenständlich, fand ich interessant, aber mit viel größerem Enthusiasmus habe ich mich für Tanztheater, Performance, kinetische Objekte und Lichtskulpturen begeistert. Das Problem dieser Kunstformen ist allerdings, dass sie – vom wirtschaftlichen Standpunkt aus betrachtet – meist sehr viel weniger einbringen als sie kosten. Für Künstler:innen, die nicht reich geerbt haben, ist das ein beschränkender Faktor. Natürlich kann man für Projektideen Förderer suchen. Wenn man kein Problem mit Abhängigkeiten hat. #MeToo war noch lange nicht erfunden …
Um mit Kunst Geld zu verdienen sind zwei Dinge wichtig: BRANDING und NETWORKING. Beides bedarf einer besonderen Art zu denken, die ich in einer Biografie über Nicola Tesla einmal als „konvergentes Denken“ beschrieben fand, und die – so der Autor – überhaupt keinen Spaß macht.
Wenn man im analogen Zeitalter die Welt sehen wollte, auch die „echte“, außerhalb der Kunstszene, musste man viel und lange reisen.
Panic Fear, Berlin 1994
Ausgangspunkt dieser Arbeit ist die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Ausdruck von Emotionen im Rahmen meiner Doktorarbeit. Was dort untersucht, beschrieben und begrifflich gefasst wird, findet hier eine andere Form. Die Emotion wird nicht erklärt – sie wird in einer Explosion von Farbe sichtbar und für einen Moment beinahe körperlich spürbar, sagt die KI.
Pygmalion Effekt, 2023
Ausgangspunkt dieser Arbeit ist die Beschäftigung mit dem sogenannten „Pygmalion-Effekt“, der eine selbsterfüllende Prophezeihung beschreibt, wie etwa das psychologische Phänomen, dass Erwartungen – besonders von Autoritätspersonen wie Lehrern oder Vorgesetzten – die tatsächliche Leistung einer Person messbar steigern oder senken können, wie Rosenthal & Jacobson 1965/68 in ihrem berühmten Schul-Experiment zeigten.
darker darker, 2022

Stormy Waters II
Im Rahmen der Idee, Literatur und Malerei zu einem Gesamtkunstwerk zusammenzufügen, entstand diese Arbeit mit dem Titel „Stormy Waters II“ – sie erzählt von einer Beziehung in einer Zeit, in der Vertrautes ins Wanken gerät. Das Bild sucht dabei nicht nach einer konkreten Szene, sondern übersetzt den emotionalen Zustand in Bewegung, Farbe und malerische Verdichtung.Das nahezu vollständig von Blautönen beherrschte Bildfeld erinnert an eine aufgewühlte Wasserfläche. Helles Türkis trifft auf tiefes Blau, beinahe schwarzes Dunkelblau auf unvermittelte weiße Partien. Die Farben fließen jedoch nicht ruhig ineinander. Breite Pinselzüge stoßen gegeneinander, überlagern und durchkreuzen sich. Es gibt kaum eine Stelle, an der das Auge dauerhaft zur Ruhe kommt. So entsteht der Eindruck von Strömungen und Gegenströmungen – von Kräften, die gleichzeitig verbinden und auseinanderziehen.Besonders die dunklen Formen wirken wie Verdichtungen innerhalb dieser Bewegung. Sie können an jene Momente einer Beziehung erinnern, in denen Konflikte den gemeinsamen Raum besetzen und Nähe plötzlich von Verletzung, Rückzug oder Sprachlosigkeit überlagert wird. Die hellen, fast weißen Passagen setzen dazu einen Gegenpol. Sie brechen zwischen den dunkleren Farbschichten hervor wie Licht auf unruhigem Wasser und lassen Offenheit, Erinnerung an Nähe oder die Möglichkeit von Veränderung anklingen.Auffällig ist, dass das Bild keinen Horizont besitzt. Es gibt weder sicheren Boden noch eine klar erkennbare Richtung. Betrachtende befinden sich gleichsam mitten im Geschehen. Gerade darin liegt die Verbindung zur Erfahrung einer Beziehungskrise: Erst im Rückblick lässt sich häufig erkennen, wohin eine schwierige Zeit geführt hat. Während man sich in ihr befindet, bleibt nur die Bewegung selbst.
Stormy Waters II versteht Beziehung damit nicht als statischen Zustand. Nähe und Distanz, Verbundenheit und Abgrenzung, Verletzlichkeit und Widerstand existieren nebeneinander. Der Sturm wird nicht von außen betrachtet – das Bild führt mitten hinein in jene unruhigen Gewässer, durch die zwei Menschen gemeinsam und doch jeder für sich hindurchfinden müssen.
Im Wohnzimmer nach dem Sturm, 2026
Den KI Text zu „Stormy Waters“ finde ich absolut treffend. Im Gegensatz zu dem Bild macht er sich allerdings an der Wand nicht ganz so gut, wenn man zum Feierabend mal ein Gläschen trinken möchte – und in aller Ruhe über das Leben nachdenken …
Karl Ove Lieben, 2023
Dieses Werk ist eine Art Meilenstein in meiner ganz persönlichen Geschichte. Keineswegs zufällig fiel mir der Spiegel-Bestseller „Lieben“ von Karl Ove Knausgard in die Hände. Picasso wurde weltberühmt mit Bilderserien, in denen er seine jeweilige Partnerin demontiert. Karl Ove überträgt dieses Prinzip in die Literatur … Er beschreibt seinen persönlichen Konflikt zwischen Familie und Selbstverwirklichung (als Mann), die Literaturkritik nennt es auch „eine schonungslose Untersuchung von Liebe im Alltag“. Beim Lesen entstand bei mir der dringende Wunsch, dieses Buch zu zerfetzen, da der Autor selbst nicht greifbar war. Der Versuch, sich so weit wie möglich um familiäre Verantwortung zu drücken und die Care-Arbeit irgendeiner Frau aufs Auge zu drücken galt Jahrhunderte als eine angemessene männliche Strategie, nur hat man dieses Verhalten in früheren Zeiten, in denen sogenannte „Zweck- oder Zwangsehen“ geschlossen wurden, nicht mit „Liebe“ verwechselt. Dieses sprachliche Problem ist neu. Es bedarf einer Begriffsdefinition und differenzierten Klärung menschlicher Gefühlsregungen und Verhaltensweisen, damit das Leben frei von mittelalterlichen Zwängen für alle Beteiligten schöner wird. Stellvertretend musste erst mal das Buch herhalten, um traditionelle Sichtweisen zu zerfetzen – und daraus etwas Neues zu schaffen.

Das fertige Gesamtkunstwerk beinhaltet nicht nur die Leinwand mit dem übermalten Papierrelief, sondern der Roman selbst wird daneben an die Wand genagelt, als anverwandeltes Zitat Käpt’n Ahabs, der eine Münze an den Mast genagelt hat, um seine Crew zu motivieren, unter Lebensgefahr an seinem persönlichen Rachefeldzug teilzunehmen. Käpt’n Ahab ist eine fiktive Figur aus Hermann Melvilles Roman „Moby Dick“. Er ist der monomane Kapitän eines Walfangschiffs, der aufgrund einer früheren Schifffahrt, bei der ihm der Wal ein Bein abgebissen hat, so sehr von Rachsucht geprägt ist, dass er das Leben seiner gesamten Crew aufs Spiel setzt.

Hab den Roman jetzt (2026) im öffentlichen Raum an einen Pfosten genagelt, in der Hoffnung, dass sich jemand anders drum kümmert …

Upcycled Letters to Myself , 2023
Nachdem der Roman von Karl Ove gründlich zerfetzt, neu verkleistert und übertüncht wurde – und das jede Menge Spaß gemacht hat – fragte ich mich eine Weile, welches Material ich mir als Nächstes vornehmen könnte ?!? Noch ein Roman ?!? Später vielleicht … Zuerst standen da noch Kartons unter meinem Bett, mit Briefen, die ich an mich selbst geschrieben hatte auf der Suche nach Antworten auf entscheidende Lebensfragen.

Das schöne am Herbst ist, dass man die meisten schwerwiegenden Entscheidungen zur Lebensgestaltung bereits getroffen hat. Man muss nur noch auf dem Sofa sitzen und sich irgendwie mit dem anfreunden, was dabei herausgekommen ist …

Upcycled Love Letters , 2023
Auch die ganzen alten Liebesbriefe, die in irgendeiner dunkelen Kiste versteckt sind, weil der Absender längst jemand anderen liebt, können upgecycled werden. Mit viel rosa Zuckerguss und Liebesperlen wird daraus ein Wandbild für ein modernes Wohnzimmer mit bunten Designermöbeln.

Upcycled Diaries , 2023
Tagebücher halten Erlebtes in unmittelbarer zeitlicher Nähe fest. Bedeutendes und Beiläufiges, intensive Erfahrungen und alltägliche Beobachtungen stehen zunächst nahezu gleichberechtigt nebeneinander. Erst mit zeitlichem Abstand entsteht eine andere Ordnung. Manche Ereignisse erweisen sich rückblickend als prägend, andere verlieren ihre einstige Bedeutung. Erinnerung folgt damit einer eigenen Gewichtung, die sich von der Chronologie des Tagebuchs unterscheidet.
Upcycled Diaries II macht diesen Prozess des Sichtens und Neubewertens zum Ausgangspunkt der Arbeit. Eigene Tagebuchaufzeichnungen wurden aus der Retrospektive sortiert: Seiten mit Erlebnissen, die sich im Nachhinein als prägend erwiesen haben, wurden in Kleister getaucht, gefaltet und auf der Leinwand zu einem stark plastischen Relief verdichtet. Handschrift bleibt dabei immer wieder sichtbar. Sie lässt die persönliche Herkunft des Materials erkennen, während der konkrete Inhalt der Aufzeichnungen durch Faltungen, Überlagerungen und Farbe weitgehend der Lesbarkeit entzogen wird. Das Private ist präsent, ohne sich preiszugeben.
Die intensive Übermalung mit Acryl verstärkt diese Transformation. Blau, Violett, Pink, Grün und Gelb ziehen sich durch die zerklüftete Papierlandschaft, treffen auf dunkle Partien und auf das ursprüngliche Weiß der Tagebuchseiten. Die Farbe folgt dabei keiner linearen Ordnung. Wie Erinnerungen überlagern sich die einzelnen Bereiche, brechen ab, tauchen an anderer Stelle wieder auf und verbinden zeitlich voneinander getrennte Erfahrungen zu einem neuen Zusammenhang.
Jene Tagebuchseiten hingegen, deren Erlebnisse in der Rückschau als weniger bedeutsam erschienen, wurden verbrannt. Doch auch sie verschwinden nicht. Ihre Asche kehrt auf die Bildoberfläche zurück und wird dort fixiert. Was aussortiert und vernichtet wurde, bleibt als materielle Spur Bestandteil der Arbeit. Bewahren und Verwerfen erscheinen dadurch weniger als Gegensätze denn als unterschiedliche Formen des Erinnerns.
Eine besondere Rolle spielt das Gold, das sich vor allem an den Rändern und in einzelnen Feldern der Komposition ausbreitet. Zusammen mit dem Goldstaub tritt es in einen spannungsvollen Gegensatz zur Asche: Kostbarkeit und Vergänglichkeit, Aufwertung und Verlust begegnen einander auf derselben Oberfläche.
So wird die Leinwand zu einer Topografie der Erinnerung. Die dicht gedrängten, aufgeworfenen Tagebuchseiten bilden keine geordnete Erzählung des vergangenen Lebens mehr. Stattdessen entsteht eine neue, körperliche Struktur aus Nähe und Distanz, Sichtbarem und Verborgenem, Bewahrtem und Verbranntem. Upcycled Diaries II versteht Erinnerung nicht als verlässliches Archiv, sondern als fortdauernden Prozess des Auswählens, Überschreibens und Neuordnens. Was bleibt, ist nicht die Vergangenheit selbst, sondern ihre aus der Gegenwart heraus immer wieder neu geschaffene Gestalt.
rituelle Tagebuchverbrennung, 2023

Middlemarch , 2024
George Eliots Roman Middlemarch entwirft ein vielschichtiges Panorama des gesellschaftlichen Lebens in einer englischen Provinzstadt um 1830. Fast 200 Jahre nach der erzählten Zeit stellt sich die Frage, ob der Roman noch auf dieselbe Weise gelesen werden kann wie zur Zeit seiner Entstehung.
Oder: Ob heute überhaupt noch gelesen wird ?!?

Aus Papier kann man total schöne Sachen machen …
Womit denken eigentlich Frauen ? 2025

Studien zur Materialalterung, 2021

blessings, 2023
Ausgangspunkt dieser Arbeit ist die Beschäftigung mit Verletzungen, Narben, versehrten Oberflächen …








… , 2025

auf der Suche nach etwas, das es gar nicht gibt, 2025
Die Idee war, so etwas wie das Gegenteil zu „Darker Darker“ von 2022 zu malen. …

scapes without numbers , 2025
Dies ist ein farbenprächtiges Beispiel für eine größere Anzahl von Reliefarbeiten, in denen die KI immer -> 1. eine Landschaft und -> 2. irgendwas psychologisches mit Wahrnehmung erkennt.

family affairs, 2023
roads not taken yet, 2023
Es gibt einen fundamentalen Unterschied zwischen den Titel „roads not taken yet“ und „Roads Not Taken“ (at all) …

Sommergewitter, 2022

Sommergewitter, 2022

horizon, 2021
flush, 2022
soulsilver, 2022
denim, 2022
nachtkrappen gibts doch gar nicht, 2022
badesee, 2024
(eigentlich „turbulenzen in meinem lieblingsbadesee“)
shady pink, 2025

Sommergewitter, 2022

Diese bunten Tafeln sind „roadsides“, die entstanden sind auf der Suche nach etwas, was sich so leicht nicht fangen liess …
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